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	<title>Umgang mit Schwierigkeiten Archives &#8226; Naikan</title>
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	<title>Umgang mit Schwierigkeiten Archives &#8226; Naikan</title>
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		<title>&#8222;Warum bin ich so?&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Kaspari]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jun 2021 09:13:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Selbstentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Naikan]]></category>
		<category><![CDATA[schlechtes Gewissen]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang mit Schwierigkeiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Frage "Warum bin ich so?" hilft bei einem permanent schlechten Gewissen nicht weiter. Besser ist die Frage "Was kann ich dagegen tun?"</p>
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<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Ich habe so viele Menschen schlecht behandelt in meinem Leben &#8211; warum bin ich so?&#8220; fragt ein Teilnehmer verzweifelt während einer Naikan Woche. Am Ende der Woche geht er befreit und glücklich nach Hause. Die Erkenntnisse, die er gewinnen konnte, werden ihm &#8211; nach eigener Aussage &#8211; für den Rest seines Lebens einiges erleichtern.</p>



<span id="more-1034"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Alle Emotionen gehören zu uns</h2>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Schlecht&#8220; zu sein gehört zum Leben &#8211; es ist Teil unserer Persönlichkeits-Struktur. Gier, Habsucht, Kontrollzwang, Neid, Wut und viele mehr &#8211; jede/r von uns trägt <strong>alle möglichen</strong> Eigenschaften in sich, die sich bei jedem/r in ganz individuell verschiedenen Ausprägungen äußern. So ist die Frage &#8222;<strong>warum</strong> bin ich so?&#8220; nicht hilfreich, denn sie lädt dazu ein, einen Grund bei anderen, also im Außen zu suchen. Das wiederum kann dazu führen, dass wir gar nicht erst auf die Idee kommen, die <strong>nützlichere Frage</strong> zu stellen: &#8222;Wie kann ich <strong>an</strong> diesen <strong>Schattenseiten arbeiten</strong>?&#8220; &#8211; und das können Sie.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Den eigenen Anteil erkennen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Haben Sie das Gefühl, ständig ins Fettnäpfchen zu treten? Verzweifeln Sie fast an Ihrem Unvermögen, harmonische Beziehungen zu führen? Schämen Sie sich oft für Ihre Unbeherrschtheit und für Dinge, die Sie sagen oder tun? Suchen Sie die &#8222;Schuld&#8220; an allem, was in Ihrer Umgebung schief läuft, in erster Linie bei sich?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist generell kein Fehler, die Verantwortung für Schwierigkeiten, die in unserem Umfeld entstehen, bei uns zu suchen. <strong>Besser ausgedrückt:</strong> Es ist sogar gut, sich den eigenen Anteil an Schwierigkeiten bewusst zu machen! Das Problem dabei ist, dass wir es oft nicht schaffen, <strong>den eigenen Anteil objektiv</strong> herauszuarbeiten. So fühlen wir uns hin- und hergerissen zwischen Schuldzuweisung an andere und Selbstzerfleischung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sich nicht jeden &#8222;Schuh anziehen&#8220;</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn sie darüber nachdenken, welche Schwierigkeiten sie in ihrem Leben bereitet haben, denken viele Menschen z.B. an die Reaktion der Eltern auf ihre Berufs- oder Partnerwahl, an Streitigkeiten mit KollegInnen und/oder Vorgesetzten, an Probleme in der Partnerschaft, mit Kindern und so weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meist steckt das unbestimmte Gefühl dahinter, etwas &#8222;falsch&#8220; gemacht zu haben oder gar als Persönlichkeit falsch zu sein. Selten können Menschen <strong>konkret ihren eigenen Anteil</strong> an Unstimmigkeiten, Streitereien und Problemen benennen. Doch das ist essentiell wichtig, um an sich arbeiten zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass die Eltern mit der Wahl unseres <strong>Studiums, Berufs, Partners</strong> und so weiter nicht immer einverstanden sind, ist natürlich und nachvollziehbar, jedoch <strong>nicht wirklich unser Problem</strong>. Wir haben das Recht, unser Leben selbstbestimmt zu leben und Beruf und Partner unseren Neigungen gemäß zu wählen. Häufig jedoch kommt es wegen dieser Themen zu <strong>Auseinandersetzungen</strong>, in denen wir uns hinreißen lassen, den Eltern respektlos und aggressiv zu begegnen. Statt sich die Argumente der Eltern für das eine und gegen das andere Studium (Beruf, Partner…) in Ruhe anzuhören und vernünftig die eigenen Argumente darzulegen, streiten wir und sagen Dinge wie: &#8222;Das geht euch nichts an, mischt euch gefälligst nicht ein, das ist mein Leben…&#8220; Manche brechen sogar ganz den Kontakt zu den Eltern ab und erkennen nicht, dass sie damit die eigenen Wurzeln kappen &#8211; was sich oft über Generationen erstreckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, klar, die Eltern sollten als Erwachsene die Klügeren (gewesen) sein &#8211; ein immer wieder gern genommenes Argument. Aber wollten Sie nicht an SICH arbeiten, um Ihr latentes Gefühl der Schuld, des Versagens zu überwinden? Dann hilft es nichts, den Anteil der Eltern zu betonen oder des Chefs, Kollegen, Partner… Stellen Sie sich der Tatsache, dass auch Sie sich in dieser Situation falsch verhalten haben! Möglicherweise entdecken Sie sogar ein Muster &#8211; vielleicht reagieren Sie auf Kritik generell schnell wütend und aggressiv.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schaffen Sie es jedoch, Ihren Anteil klar zu erkennen und können sagen: &#8222;Ich habe meine Eltern bei dem Streit beleidigt.&#8220;, wird aus dem unbestimmten Gefühl &#8222;etwas&#8220; falsch gemacht zu haben die Gewissheit, was Sie falsches Gesagt haben. Daran können Sie in Zukunft bei ähnlichen Situationen arbeiten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schwierigkeiten klar erkennen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist wohl die größte Herausforderung, bei diesem Thema: Die Schwierigkeiten, die Sie selbst verursacht haben, klar erkennen zu lernen. Je mehr Sie sich darin üben, Ihren eigenen Anteil an einer Situation zu erkennen, desto schneller können Sie in Zukunft reagieren. Die Kunst dabei ist, die echten Schwierigkeiten von unnötigen Schuldgefühlen zu unterscheiden:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Z.B. ist <strong>keine Lust auf Sex</strong> zu haben keine Schwierigkeit, die ich meinem Partner verursache, sondern eine einfache Tatsache. <strong>Die Art und Weise</strong>, wie ich das vermittle &#8211; oder auch nicht vermittle &#8211; führt zu den Schwierigkeiten, die ich bereite. Weise ich den Partner brüsk ab, täusche etwas vor oder provoziere gar einen Streit (Vorwürfe…), um sexuellen Kontakt zu vermeiden, bereite ich Schwierigkeiten. Denn durch die brüske Abweisung oder einen Streit stoße ich den Partner vor den Kopf. Täusche ich etwas vor, verhindere ich die offene, konstruktive Auseinandersetzung mit der Tatsache, dass ich keine Lust habe. Öfter oder generell keine Lust zu haben kann auf ein ernsthaftes Problem in der Partnerschaft hinweisen, das mit dem Partner besprochen werden sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">KollegInnen <strong>nicht</strong> zu <strong>mögen</strong> ist Ihr gutes Recht. Das ist ein <strong>natürliches Gefühl</strong>, das aus Ihrer ganz individuellen Persönlichkeits-Struktur entsteht. Das Gefühl an sich ist also keine Schwierigkeit, die Sie bereiten. Sie jedoch <strong>deswegen</strong> zu ignorieren, ihnen wichtige Informationen vorzuenthalten, sie vor anderen bloßzustellen etc. sind <strong>Aktionen</strong>, die nicht sein müssen. Diese können auch als Mobbing gewertet werden und fallen definitiv unter die Schwierigkeiten, die Sie bereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unnötige Schuldgefühle entstehen, wenn ich unreflektiert alles, was um mich herum an Negativem geschieht, auf mich beziehe. Dabei unterscheide ich nicht von Situationen, zu denen ich selbst aktiv beigetragen haben und jenen, für deren Entstehen ich nicht verantwortlich bin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reflektiere ich jedoch unangenehme Situationen und arbeite meinen Eigenanteil daran heraus, kann ich aktiv an einer Verbesserung arbeiten. Dadurch erlebe ich die Freiheit, bewusster mit Krisensituationen umzugehen oder sie erst gar nicht entstehen zu lassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie umgehen mit Emotionen?</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Negative Emotionen nicht immer ausleben</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht, dass wir negative Emotionen ganz verschwinden lassen können &#8211; das wäre gegen Windmühlen kämpfen. Aber wir können daran arbeiten, wie wir mit negativen Gefühlen umgehen. Wir können an unserem Tun, unseren Handlungen arbeiten. Überfällt uns beispielsweise die <strong>Gier</strong> auf Süßes, können wir uns angewöhnen, ein Glas Wasser zu trinken, oder kurz eine Runde vors Haus zu gehen, bevor wir der Gier nachgeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder kommt bei einem Gespräch <a href="https://www.naikan-zentrum.de/wut-ein-geschenk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Wut</strong></a> hoch, können wir bis 10 Zählen oder ebenfalls kurz nach draußen gehen, bevor wir eine Antwort geben. Noch besser: Wir können uns überlegen, ob es überhaupt eine Antwort braucht. Oft ist nach ein paar Minuten die erste Aggression schon verflogen und wir bereuen die harschen Worte, die uns in der ersten &#8222;heißen Phase&#8220; entschlüpft sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Positive Emotionen stärken</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nehmen Sie sich täglich ein wenig Zeit, um Ihre positiven Emotionen zu stärken.Ob Sie sich dabei auf Ihre eigenen guten <a href="https://www.naikan-zentrum.de/radikal-positive-veraenderung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eigenschaften</a> konzentrieren, auf alles, was <a href="https://www.naikan-zentrum.de/dankbarkeit-glueck/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">andere</a> für Sie tun, oder entsprechende <a href="https://www.youtube.com/watch?v=jrk6PDL6Ua0&amp;t=43s" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Meditationen</a> üben bleibt Ihnen überlassen. Hilfreich ist, das Verhältnis Ihrer negativen und positiven Anteile in die von Ihnen gewünschte Richtung zu bewegen. Dann kann der eingangs erwähnte Satz bald Ihrer Vergangenheit angehören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">PS: Ich freue mich sehr, dass Sie diesen Artikel bis hierher gelesen haben. Vielen Dank Gerne können Sie einen &#8211; auch kritischen &#8211; Kommentar hinterlassen.</p>
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		<title>Loslassen bringt Frieden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Kaspari]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Selbstentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Drei Fragen]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden finden]]></category>
		<category><![CDATA[Gelassenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Loslassen]]></category>
		<category><![CDATA[Naikan]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang mit Schwierigkeiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unser Leben, unser Land, ja die ganze Welt ist für viele derzeit schwer zu ertragen. Ängste, Wut, Ungeduld – all das nagt an uns und lässt<span class="excerpt-hellip"> […]</span></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Unser Leben, unser Land, ja die ganze Welt ist für viele derzeit schwer zu ertragen. Ängste, Wut, Ungeduld – all das nagt an uns und lässt uns schier verrückt werden. Wie Sie damit gelassener umgehen können und was das mit einem weltbekannten Lied der Sängerin Adele zu tun hat, lesen Sie hier.</p>



<span id="more-874"></span>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Ich habe gehört,<br>Dass du sesshaft geworden bist<br>und dass Du ein Mädchen gefunden hast<br>und nun verheiratet bist.<br><br>Ich habe gehört, dass Deine Träume wahr geworden sind.<br>Wahrscheinlich gab sie dir etwas,<br>das ich dir nicht geben konnte.<br>Alter Freund, warum so schüchtern?<br>Es sieht dir gar nicht ähnlich, dich so zurückzuhalten<br>oder Dich vor dem Licht zu verstecken.<br><br>Ich hasse es, so uneingeladen aufzutauchen<br>aber ich konnte mich nicht von dir fernhalten, ich kam nicht dagegen an<br>Ich hoffte, Du würdest mein Gesicht sehen<br>und dich dann daran erinnern, dass es für mich eben noch nicht vorbei ist…“</p><cite>Adele &#8222;Someone like you&#8220;</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">So beginnt einer der erfolgreichsten Songs der Musikgeschichte, geschrieben und gesungen von einer Künstlerin mit einer eindrucksvollen, unverwechselbaren Stimme. Hört man einmal genau auf den Text und die Texte einiger ihrer anderen erfolgreichen Lieder, merkt man schnell: Hier geht es um vergangene Gefühle, um Schmerz, um das <strong>Nicht-Loslassen-Können</strong> (oder Wollen?) von erfahrenem Leid.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Suche nach Frieden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Teil des Erfolgs des Liedes liegt mit Sicherheit darin, dass jeder von uns dieses Leid erfahren hat, nicht nur einmal im Leben. Ständig begleiten uns <strong>Erinnerungen</strong>, die sich uneingeladen erbarmungslos und meist zum ungünstigsten Zeitpunkt aufdrängen. Ob das eine verflossene Liebe, ein verpatzter Auftritt beim Theaterspiel, eine <strong>Ungerechtigkeit </strong>aus Kindheitstagen, ein peinliches Gespräch mit dem Chef ist oder gar ein schreckliches, tief verwurzeltes Trauma – vieles lässt uns nicht mehr los. Gleich einer Nadelspitze, die dereinst den Weg in unseren Körper fand und nun darin herumwandert. Oftmals für lange Zeit unbemerkt, macht sie sich plötzlich &#8211; ausgelöst durch irgend einen Ton, ein Wort, ein Bild, einen Geruch &#8211; schmerzlich bemerkbar .</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Sängerin wie Adele hat die Form des <strong>künstlerischen Ausdrucks</strong> zur Verfügung, um mit diesen schmerzhaften Erinnerungen Frieden zu schließen. Uns „Normalmenschen“ bleibt jedoch oft nur ein langer Weg vom <strong>Aushalten </strong>über Selbstfindungsgruppen, Familienaufstellungen usw. bis hin zur <strong>Therapie</strong>. Zum Glück gibt es mittlerweile unzählige Angebote in dieser Hinsicht – vielleicht sogar etwas zu viele. Die Auswahl ist so groß, dass so manche nach einigen scheinbar Erfolg versprechenden Seminaren und Workshops feststellen, dass bei allem persönlichen Fortschritt letztendlich der Wunsch nach tiefem innerem <strong>Frieden mit diesem Thema</strong> doch unerfüllt blieb.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vom Kopf ins Herz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei gibt es eine Form der <strong><a href="https://www.naikan-zentrum.de/angebote/">Selbstreflexion</a></strong>, die bereits Tausenden zu eben jenem inneren Frieden verhalf. Einem Frieden, bei dem das Herz, die Seele endlich nachempfinden können, was unser Verstand schon lange weiß: <strong>Was ist, ist und was war, war.</strong> Wir können die Vergangenheit nicht ungeschehen machen, auch wenn wir uns das noch so sehr wünschen.<br>An vergangenen Verletzungen festzuhalten ist, als wollen wir <strong>die Sonne am Aufgehen hindern</strong>. Das einzige, das wir tun können ist, sie so zu <strong>akzeptieren</strong>, wie sie eben war. Und das kann man lernen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> „Mit meinen 54 Jahren noch an Verletzungen aus meiner Kindheit festzuhalten, erscheint mir jetzt einfach kindisch.“ ist nur eine Aussage, stellvertretend für viele, die sich nach einer Innenschau Woche dauerhaft mit teils schrecklichen Erlebnissen aus ihrer Vergangenheit&nbsp; versöhnen konnten. <strong>Dauerhaft </strong>heißt dabei, dass sich dieser Stachel, der sich körperlich ausdrückt und für so manche immer an ganz bestimmten Stellen spürbar wird, auflöst und keine Schmerzen mehr verursacht. Auch dann nicht, wenn Sie sich die auslösende Situation bildhaft vorstellen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist nicht so, dass die Situation, das Erlebnis als solches aus Ihrer Erinnerung verschwindet – was war bleibt, willentliches Vergessen funktioniert nun mal nicht in unserer <strong>Körper-Geist-Seele-Einheit</strong>. Unsere Gedanken und Gefühle entziehen sich unserer Kontrolle. Aber der Schmerz weicht dem <strong>natürlichen Erkennen</strong>, dass jede Kränkung, jede nicht erfüllte Erwartung, jeder Verlust und jedes Trauma Teil unseres einzigartigen, unverwechselbaren Persönlichkeitsmusters ist und als <strong>Aufgabe </strong>verstanden werden darf, das Leben <strong>trotzdem</strong> bestmöglich zu meistern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Werkzeug für mehr ZuFRIEDENheit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Form der Selbstreflexion kommt aus Japan, heißt <strong>Naikan </strong>(Nai = Inneres, nach innen; Kan = schauen, beobachten) und wird üblicherweise mit Innenschau übersetzt. Im Naikan arbeiten wir mit drei einfachen Fragen, die wir in einer Rückzugswoche strukturiert auf unsere Vergangenheit anwenden. Diese Naikan Woche bewirkt bei den meisten TeilnehmerInnen einen oft erstaunlichen <strong>Perspektivenwechsel </strong>und echte Versöhnung mit der Vergangenheit &#8211; innere ZuFRIEDENheit und <a href="https://www.naikan-zentrum.de/dankbarkeit-glueck/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dankbarkeit</a> stellen sich ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wer sich (noch) keine Woche Zeit nehmen möchte, kann diese <strong>drei einfachen Fragen</strong> jederzeit auf den vergangenen Tag oder auch auf eine Situation anwenden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die erste Frage: „Was hat jemand für mich getan?“</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Es sind in erster Linie die <strong>alltäglichen Dinge,</strong> die wir im Naikan auf unsere „NEHMEN-Liste“ schreiben. Jene, von denen wir jeden Tag profitieren, die wir jedoch als selbstverständlich hinnehmen und daher nicht als etwas wahrnehmen, das für uns getan wird. Doch machen gerade diese alltäglichen Dinge rund 80 &#8211; 90% unseres Lebens aus. Wir jedoch nehmen nur die 10 &#8211; 20% als „Geschenk“ wahr, die uns als <strong>außergewöhnlich </strong>erscheinen und in Erinnerung bleiben. Dass dieser unvollständigen Wahrnehmung eine eher enttäuschende Lebensbilanz folgt, ist nachvollziehbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei gibt es tausend „<strong>Kleinigkeiten</strong>“, die unser Leben täglich bereichern, erträglicher, komfortabler machen. Denken Sie zum Beispiel an <strong>Elektrizität</strong>: 2014 fiel bei einem Naikan in Nepal jeden Abend der Strom aus. Das bedeutete, im Dunkel zu essen, denn Kerzen sind teuer und waren lange nicht verfügbar. Oder Ihr <strong>Auto</strong>, das Sie zuverlässig fast täglich von A nach B bringt. Würden Sie dabei an etwas denken, das „für Sie getan wird?“ Nicht zu sprechen von den vielen Dingen, die Menschen täglich für uns tun, damit das Leben relativ reibungslos und angenehm verläuft. Menschen bringen <strong>Lebensmittel </strong>zum Supermarkt, damit wir zu essen haben; Menschen arbeiten rund um die Uhr, damit wir versorgt werden können, wenn wir uns verletzen oder krank werden und so weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im privaten Bereich gibt es genug, was jemand für uns tut: Wer macht die Betten, bringt den Abfall raus, deckt den Tisch, kocht, putzt und macht die Wäsche? Wer kümmert sich um das Auto, wenn es zur Reparatur oder zum TÜV muss, wer streicht die Wände, geht arbeiten, damit Geld für den Lebensunterhalt da ist, steht im Sommer am Grill und dreht schwitzend die Würste und das Fleisch, während die anderen fröhlich plaudernd essen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lernen wir, diese <strong>„Kleinigkeiten“ wahrzunehmen</strong>, wird sich unser Leben positiv verändern.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die 2. Frage: „Was habe ich für jemanden getan?“</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Viele haben das Gefühl, ständig mehr für andere zu tun, als sie erhalten. Sie fühlen sich dadurch ausgenutzt, ausgebrannt und werden unzufrieden, wütend&#8230; Wieder andere meinen, nichts oder viel <strong>zu wenig </strong>zu geben und haben häufig ein schlechtes Gewissen. Auch werten viele das, was sie tun als selbstverständlich und <strong>ungenügend </strong>ab. Betrachte ich das, was ich für andere (die Gemeinschaft, die Umwelt, meine Umgebung&#8230;) tue auf die gleiche Weise, wie in der ersten Frage beschrieben, wird sich ein <strong>realistischeres Bild </strong>vom <strong>Gleichgewicht </strong>des Gebens und Nehmens in meinem Leben zeigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diesen beiden ersten Fragen im Naikan ist gemeinsam, dass das Ergebnis des Tuns nicht unbedingt gefallen muss. Bring mein Mann mich zum Beispiel ins Krankenhaus, weil es mir schlecht geht, werde ich das nicht als etwas „Schönes“ oder „Gutes“ erleben. <strong>Und doch</strong> nimmt er sich die Zeit mich zu fahren, steht mit mir an der Aufnahme, wartet mit mir bis ich versorgt bin, erträgt nachsichtig meine schlechte Laune und fährt mich wieder nach Hause. In der Zeit hätte er viele Dinge erledigen können oder sich einfach in die Sonne legen…<br>Umgekehrt gilt die zweite Frage als etwas, das ich z.B. für meine Mutter getan habe <strong>auch</strong>, wenn ihr die Blumen, die ich ihr zum Geburtstag schenke, nicht gefallen &#8211; zumindest wenn ich sie nach bestem Willen ausgesucht habe und nicht wusste, dass sie genau diese Farbe nicht mag…</p>



<h4 class="wp-block-heading">„Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung“</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Nichts kann uns dabei besser behilflich sein, als die <strong>3. Naikan Frage</strong>: <strong>„Welche Schwierigkeiten habe ich bereitet?“</strong> Wir stellen uns unseren eigenen, für andere unangenehmen, lästigen, schwierigen Seiten. Unserer Kleinlichkeit, Gier, unserer Unachtsamkeit, Ungeduld, Wut und so weiter. „Warum sollte ich mir so eine Frage stellen?“ werde ich öfter gefragt und bin immer wieder erstaunt darüber. „Warum nicht?“ &#8211; was ist so verwerflich, sich seine weniger bewundernswerten Seiten anzusehen? <strong>Wir bemerken sehr schnell, wenn jemand uns Schwierigkeiten bereitet,</strong> dass das aber auch umgekehrt gilt wollen wir nicht sehen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei ist es eben die <strong>Voraussetzung </strong>dafür, dass wir etwas <strong>ändern </strong>können. <strong>Denn ändern können wir immer nur uns selbst.</strong> Im Laufe des Lebens machen wir mehrfach die Erfahrung, dass andere ihre uns lästigen Eigenschaften nicht ablegen, egal wie oft wir sie dazu auffordern. „Kannst du nicht endlich…?“ oder „Immer machst du das verkehrt…!“ oder „Nie hörst du zu…!“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese und so manch andere Aussagen sind Sätze, die jeder von uns gesagt, aber auch gehört hat. Während wir uns unermüdlich bemühen, unsere Lieben zu ändern, bemühen diese sich oft ebenso unermüdlich, uns zu verändern. Dabei ist es gerade mit der Frage nach dem eigenen Anteil an einer Situation ziemlich einfach, etwas zu verändern. Stelle ich sie mir <strong>regelmäßig</strong>, ändert sich mein Verhalten und damit auch das der anderen AUTOMATISCH. <strong>Probieren Sie es aus, es funktioniert <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></strong></p>
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